Vogelmiere

( stella media )

zählt zu den Nelkengewächsen

( caryophyllaceae )

Auch bekannt unter dem Namen

" Mairisch "
gilt als das beste Aufzucht und Grünfutter für alle körnerfressenden Vogelarten. Man findet sie fast das ganze Jahr über in Gärten, Äckern und Brachland.
Sogar im Winter, bei schneefreien Perioden und Temperaturen über

0´C, setzt die Pflanze ihr Wachstum fort. Die Vogelmiere in Blumentöpfen in die Voliere stellen, wenn sie abgefressen ist, Topf in den Garten oder  auf die Fensterbank stellen, bis sie wieder austreibt.

Großer Wiesenknopf

( sanguisorba officinalis )

zählt zu den Rosengewächsen

( rosaceae )

Die Samen sind für Wildvögel, Kanarien und exot.Körnerfresser geeignet.
Man findet sie von Juni - bis August auf Wiesen, Brachland und an Feldgräben. Zum Verfüttern streift man die Samenbällchen mit der Hand ab und gibt sie in den Futternapf. Bällchen etwas aufschneiden. Sie können durch Einfrieren das ganze Jahr verfüttert werden.

Nachtkerze ( Oenothera biennis )

Zählt zu den Nachtkerzengewächsen (Onagraceae )

Die Gemeine Nachtkerze findet man auf steinigen und sandigen Böden, an Bahndämmen und Schuttplätzen. Sie blüht vor allem in der Dämmerung und in der Nacht. Daher hat sie auch ihren Namen. Höhe bis 1,5m. Sie bildet große schotenähnliche Samenkapseln. Die Samen reifen im August und sind halbreif und reif ein gutes Futter für unsere heimischen Finken. Zur Fütterung hängt man die Samenstäne einfach in die Voliere, damit sie von den Vögeln ausgefressen werden können.

Mädesüß

( filipendula ulmaria )

zählt zu den Rosengewächsen

( rosaceae )

Auch bekannt unter dem Namen

" Spierstaude "

und " Wiesenkönigin "

Die Samen zählen zum besten Eingewöhnungsfutter für Gimpel, besonders für Jungvögel. Lieblingsfutter des Gimpel und des Birkenzeisigs. Die halb - bzw. reifen Samen lassen sich durch Einfrieren konservieren. Das Mädesüß ist von Juli - September auf Feuchtwiesen, Entwässerungsgräben und Bachufern zu finden.

Wiesenbocksbart

( tragopogon pratensis )

zählt zu den Korbblütlern

( asteraceae )

Die Samenstände, insbesondere die halbreifen, sind ein Lieblingsfutter für Stieglitze und gimpelartige Vögel. Man findet die Pflanze auf nährstoffreichen, lehmigen Wiesenböden und Bergwiesen. Reifezeit Mai - August.

Löwenzahn

( taraxacum officinale )

zählt zu den Korbblütlern

( asteraceae ) 

Der Löwenzahn hat seine Haupterntezeit im April und Mai. Seine halbreifen Samen sind in dieser Zeit Hauptfutter für Gimpel, Stieglitze, Hänflinge und vielen anderen heimischen Finken. Sie ist eine der wichtigsten Futterpflanzen im Frühjahr. Zum Füttern und Einfrieren sammelt man die Samenköpfe und schneidet mit einer Schere den hell bräunlich aussehenden Pappus ab, damit nicht die ganzen Samenhaare in der Voliere herumfliegen.

Hirtentäschel

( capsella bursa - pastoris )

zählt zu den Kreuzblütler

( brassicaceae) 

Lieblingsfutter des Girlitz, wird aber auch von Kanarien, Zebrafinken, Buchfinken, Grünlingen und Dompfaffen genommen.
Man erntet es in ganzen Bündeln und stellt diese bis zur Fütterung in Wasser. Das Hirtentäschel kann
von Mai bis Oktober geerntet werden. Vorsicht !!!
Der Standort sollte nicht fahrbahnnah sein, da die Pflanze dort von Pilzen befallen sein kann. Das Kraut sollte kräftig grün oder leicht rötlich überlaufen sein.

Krauser Ampfer

( rumex crispus )

zählt zu den Knöterichgewächsen

( polygonaceae )

Die halbreifen Samen des Krausen Ampfers sind für die Gimpel - Aufzucht nahezu unentbehrlich. Werden auch von Kanarien, einheimischen Finken, Prachtfinken und Sittichen angenommen. Er wächst von Mai bis Juli
zahlreich auf Brachland. Man schneidet die ganze Pflanze oberhalb der Wurzel ab und gibt sie in die Voliere.

Sauerampfer

( rumex acetosa )

zählt zu den Knöterichgewächsen

( polygonaceae )

Die Samenkörner des Sauerampfers sind kleiner und dienen in freier Wildbahn dem Hänfling und den Birkenzeisig zur Jungenaufzucht. In der Vogelhaltung wird er an Kanarien, exot. Körnerfresser und Sittiche verfüttert. Bevorzugte Standorte sind Wiesen. In der Hauptreifezeit von Juni bis in den August hinein wird es zum Füttern gebündelt in die Voliere gehängt.

Spitzwegerich

( plantago lanceolata )

zählt zu den Wegerichgewächsen

( plantaginaceae )

Den Spitzwegerich kann man von Mai bis Oktober auf Feldrainen, Brachland und Straßengräben finden. Er ist an seinen langen, schmalen Blättern zu erkennen.
Der schwach giftige Samen wird trotzdem gerne von Grünfinken, Bluthänflingen und Ammern gefressen.

Flohknöterich ( polygonum persicria)

zählt zu den Knöterich gewächsen

( polygonaceae )

Gehört zum Lieblingsfutterpflanzen des Gimpel und anderen Europ. Finkenvögel. Man findet ihn an feuchten Standorten, wie Äckern, Uferböschungen oder sogar im Wasser. Die Samen werden halbreif oder reif an die Vögel verfüttert. Er Blüht weißlich bis rosa in der Zeit von Juni bis August.

Großer Wegerich                                 ( plantago major )

zählt zu den Wegerichgewächsen

( plantaginaceae )

Durch seine großen Samenstände wird er als Futterpflanze vor den anderen Wegericharten bevorzugt. Von Juni bis Oktober sind die halbreifen und reifen Samen zu finden, die von europ. Finkenvögel, Ammern, Wachteln und Kanarien sowie exot. Körnerfressern und Sittichen verzehrt werden. Durch Einfrieren der Samenstände ist die Winterfütterung gewährleistet.

Weißdorn ( Crataegus monogyna )

zählt zu den Rosengewächsen

( rosaceae )

Die Beeren des Eingriffeligen Weißdorns                                             ( Crataegus monogyna )

 

und des Zweigriffeligen Weißdorns

( Crataegus oxyacantha )

werden von Kernbeiserartigen , Gimpel, Hänflingen und Grünfinken sehr geschätzt. Die Blüten und Knospen können ab Mai, die Beeren von August bis Oktober geerntet werden. Im Frühjahr sind die Zweige oft von der Apfelblattlaus befallen, die das Futterangebot somit noch erweitern.

Schwarzer Holunder

( sambucus nigra )

zählt zu den Geißblattgewächsen

( caprifoliaceae )

Die Beeren sind ab August ein begehrtes Futter für unsere einheimischen Vögel. Sie enthalten viel Vitamin A und C. Die Blütenstände können bereits ab Juni an Waldvögel, Kanarien, Sittiche und ext. Körnerfresser verfüttert werden.

Feuerdorn ( Pyracantha coccinea )

zählt zu den Rosengewächsen

( rosaceae )

Die Beeren des Feuerdorn können verschieden gefärbt sein. Die Färbung reicht von rot über orange bis gelb.Die Haupterntezeit ist August und September. Die leuchtend feuerrote Farbe hat dem Stauch seinen Namen verliehen. Beim ernten der Beeren ist es ratsam Handschuhe zu tragen , da der Strauch sehr dornig ist.

Vogelbeeren ( Eberesche )

( sorbus aucuparia )

zählt zu den Rosengewächsen

( rosaceae )

Ist wohl der bekannteste Lieferant von Beeren für die Vogelfütterung. Unter den Papageien lieben besonders die Rotflügelsittiche die Beeren. In der Waldvogelgruppe bevorzugt der Dompfaff diese Beeren. Die volle Reife erreichen die Früchte im August und können frisch oder gefrostet verfüttert werden, wobei bei beiden Varianten der hohe Vitamin A und C Gehalt erhalten bleibt.

Sanddorn

( Hippophae rhamnoides )

zählt zu den Ölweidengewächsen

( elaeagnaceae )

Die Früchte des Sanddorns haben einen sehr hohen gehalt an Vitamin C und anderen Wirkstoffen. ( alte Heilpflanze ) 100g Beeren enthalten 900mg Vitamin C. Die Beeren können ab August bis September gesammelt werden und für die nächste Zucht eingefroren werden. Der Sanddorn ist eine dornige, etwas durchsichtige Hecke. Die Blätter sind oben graugrün, unten silberweiß.

Liguster ( ligustrum vulgare )

zählt zu den Ölbaumgewächsen

( oleaceae )

Für einheimische Vogelarten sind die Beeren ein gutes Herbst - und Winterfutter. Besonderes Beifutter für Gimpel und Kernbeißer. Gefrostet oder getrocknet können die Beeren das ganze Jahr über gefüttert werden. Besser sind jedoch die frischen Beeren, die von September bis November geerntet werden, da diese einen intensiven Farbstoff zur Rotfärbung von Cardueliden enthalten. ( Gimpel + Hänflinge ) Liguster findet man an trockenen Standorten in Misch - und Auwäldern und Feldgehölzen. Zur Gewöhnung zerdrückte Beeren über das Weich - Eifutter steuen

Beifuß (artemisia vulgaris)

zählt zu den Korbblütlern

( asteraceae )

Beifuß ist ab Juli sehr häufig auf Brachland und Wegrainen zu finden. Das Blattwerk ist leicht giftig, aber nur bei großem Verzehr schädlich.
Die reifen Samenstände können Cardueliden angeboten werden.
Bei anderen Vogelarten wie Kanarien, Exoten und Sittichen mit Vorsicht zu gebrauchen. Die Samenstände werden bündelweise in einem
Wassergefäß gereicht.

Kornblume (centaurea cyanus)

zählt zu den Korbblütlern

( asteraceae )

Kornblumen sind oft auf Getreidefeldern, auf Schuttplätzen und Wegrainen anzutreffen. Die Blütezeit ist von Juli bis September. Sie zählt besonders für Zeisigarten und Stieglitze als Lieblingsfutterpflanze. Für andere Cardueliden und Exoten sowie Kanarien sehr zu empfehlen. Die halbreifen Samenstände werden aufgeschnitten und in einer separaten Schale angeboten. Reife Samenstände kann man bündelweise in die Voliere hängen.

Tagetes

( tagetes )

auch bekannt als Studentenblume

zählt zu den Korbblütlern

( asteraceae )

Tagetes besitzt das Gelb-Pigment Lutein . Lutein ist das Haupt-Carotinoid der Tagetesblüten. Als Carotinoide bezeichnet man eine umfangreiche Klasse an natürlichen Farbstoffen, die eine gelbe bis rötliche Färbung verursachen. Blütezeit von Juni - Oktober

Wiesen - Pippau ( crepis biennis )

zählt zu den Korbblütlern

( asteraceae )

Wiesen – Pippau hat Ähnlichkeit mit Löwenzahn ist jedoch wesentlich kleiner.
Die 60cm – 120cm hohe Pflanze findet man von Mai bis September auf Brachland und Wiesen. Oft befinden sich Blattläuse auf der Pflanze diese werden gerne von Cardueliden und Exoten gefressen.
Die Samenstände werden bündelweise in einem Wassergefäß gereicht.

Wiesen-Storchschnabel ( geranium pratense )

zählt zu den Storchschnabelgewächsen ( geraniaceae ) 

Von den vielen Storchschnabelarten ist der Wiesen - Storchschnabel zur Vogelernährung am besten geeignet, da er die größten Samenstände besitzt. Die 30cm – 60cm hohe Pflanze hat Ihre Blütezeit von Juli bis September. Gimpel sollen besonders gerne die spitz zulaufenden Früchte fressen. Sie ist aber auch für andere Vogelarten gut geeignet, da eine Vielzahl von Wirkstoffen wie Öle, Bitter- und Gerbstoffe enthalten sind.
Buchtip :

Vogelfutterpflanzen

von Hermann Schnabl

ISBN 3 - 9805291 - 3 - 4
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